PDAP8 – Ihr Einstieg für die Dokumentation in der Qualitätsvorausplanung.

APQP APQP: (Advanced Product Quality Planning) – strukturierte Verfahren zur Definition und Ausführung der Maßnahmen in der Qualitätsvorausplanung.

APQP bietet Ihnen den Einstiegspunkt in die Dokumentation Ihrer Qualitätsvorausplanung. Hier können Sie Gruppen und Artikel wählen, zu denen angezeigt wird, welche APQP-Dokumente bereits angelegt wurden und im System gepflegt werden. Dazu zählen der Prozessablaufplan, der Prüf – und Control Plan sowie die entsprechenden Einträge aus der Erstbemusterung. Die erweiterte Dokumentation schließt auch die Dokumente  der Prüf- und Messmittel-Nachweise ein. Über die entsprechenden Hyperlinks gelangen Sie von der Startseite, für ein bestimmtes Teil oder einen bestimmten Artikel zu den entsprechenden Dokumentationen.

Start in die Dokumentation der Qualitätssicherungsprozesse für Ihre Artikel

Prozessplaner

Mit dem Prozessplaner dokumentieren Sie die Prozess-  und Prüfstruktur Ihrer Qualitätsprozesse. Sie können die gewohnten Ablaufsymbole nutzen, um die Merkmale in den Prüfanweisungen nach Dokumentenanforderungen, sowie dem Workflow gemäß der Prüffolgen zu visualisieren und zwar vom Wareneingang über die Fertigungsbegleitung bis hin zur Wahl der Ausgangsprüfung und der End Of Line Bestätigung. Sie nutzen den Ablaufplan, um die Struktur Ihrer Qualitätssicherungsmaßnahmen gegenüber den Kunden zu dokumentieren.

Eine Rückmeldung der Ergebnisse aus der laufenden Fertigungskontrolle in den Ablaufplan, lässt sich bei Bedarf ebenfalls umsetzten, beispielsweise um die Fehlerraten bei bestimmten Quality Gates innerhalb des Gesamtprozesses darzustellen.

Der Prozessplaner ist ein integraler Bestandteil der browserbasierten Reporting-Plattform. Ablaufpläne können nicht nur von den QS-Stationen genutzt werden, sondern es können auch mobile Endgeräte, wie Tablet, Smartphone oder ein WLAN- fähiger Fernseher genutzt werden, um diese darzustellen.

Sie können sogar eigene Prozesssymbole verwenden, um die Liste der zur Verfügung stehenden Symbole zu ergänzen oder sich unterschiedliche Vorlagen erstellen, um Ihre Prozessstrukturen nach individuellen Vorlieben zu visualisieren.  

Inhalte aus dem Prozessablauf für Prüfungen bei einem Artikel

Überblick

Der Control Plan, oft auch als Fertigungsbegleitplan oder Testplan bezeichnet, ermöglicht Ihnen die Dokumentation der Prüfplanung und der Anweisungen für Ihre einzelnen Artikel, gegenüber Ihren Kunden. Sie können sowohl teilespezifische als auch gruppenbezogene Pläne verwenden. Bei Anwendung von gruppenbezogenen Prüfprozessen, werden vom System automatisch die die teilespezifische Ausprägungen der jeweiligen Merkmale in die Dokumentation für den Control Plan übernommen.

Erstellen Sie Ihre Dokumentation
Idealerweise Control Plan im PDF, Excel oder Word Export.
Berichtsgenaue und übersichtliche Ausgabefunktionen

Phasen der Dokumentation

Wählen Sie aus, ob Sie einen Control Plan für Prototyp / Versuch, Vorserie oder Serie dokumentieren wollen. Nutzen Sie Parameter, um gezielt ihre Dokumentationsanforderungen auszuwählen.

Parametrierung Ihrer Dokumentationsanforderungen

Betrachtung der Produktgruppe

Wählen Sie die Produktgruppe für Ihre Betrachtung aus. Die Artikelauswahl wird automatisch auf die gewählte Gruppe eingeschränkt. Wählen Sie die (NULL), sofern Sie einen Artikel ohne Produktgruppenzugehörigkeit auswerten wollen.

Auswahl des Artikels für den Control Plan

Wählen Sie als nächstes den gewünschten Artikel aus, für den Sie einen Control Plan erstellen wollen.

Betrachtung auf Teile- oder Familien Ebene

Wählen Sie als nächstes aus, ob Sie Familien- oder Teileprüfpläne betrachten wollen. Die Auswahlliste für die Prüfpläne führt dann automatisch nur Einträge aus der betreffenden Kategorie auf. Bei Teileprüfplänen werden in dem Control Plan die Merkmalspezifikationen dokumentiert, die auch im Prüfplan direkt eingetragen sind. In Familienprüfplänen sind hingegen die Allgemeinen Gruppenmerkmale hinterlegt. In diesem Fall werden für den Control Plan dann die jeweiligen teilespezifischen Toleranzangaben geladen. Merkmale die zwar im Prüfplan auftauchen aber keine Beziehung zur Merkmalliste des betrachteten Artikels haben werden im Control Plan nicht aufgeführt.

Selektion freigegebener Familien- bzw. Produktgruppenbezüge

Freigegebene Dokumente

Hier wählen Sie aus, ob aus den freigegebenen Prüfplänen oder den nicht freigegebenen Dokumenten ausgewählt werden soll.

Auswahl des Prüfplanbezugs für die Dokumentation

Wählen Sie im letzten Schritt den Prüfplan für die Dokumentation aus, für die Berichterstellung im Control Plan. Der Control Plan bereitet daraufhin in dem Bericht alle relevanten Informationen aus dem Stammdaten der Artikel, seiner Merkmale und den Dokumentationsanforderungen aus der Prüfplanungs- und Anweisungsebene auf. Sie können diesen Bericht dann als PDF-Dokument direkt exportieren oder wahlweise auch in Excel oder Word ausgeben lassen. Die Inhalte des Dokumentes sind im Folgenden nochmal zusammengefasst.

Inhalte aus der Dokumentation im Fertigungsbegleitplan / Control Plan

Im Control Plan Inhalt werden die wesentlich Informationen zu den Prüfprozessen für ein Teil oder einen Artikel strukturiert aufgeführt.

Kopfdaten

Kopfdaten für die Dokumentation
FreigegebenFreigegeben wird im Kopf des Control Plan angezeigt, sofern der Prüfplan eine Freigabe hat, bzw. deren Datum aktuell ist.
AnschriftHier wir die Anschrift aus den Fertigungsstätten-Informationen aus dem CAQ-System aufgeführt.
ArchivierungHier wir die Kennzeichnung zur Dokumentationspflicht des Artikels aus dem CAQ-Stammdatenkatalog anzeigt.
PhaseHier wird gekennzeichnet, ob es sich um eine Dokumentation für Prototyp, Vorserie oder Serie handelt.
KontaktpersonHier werden die Kontaktdaten der Person eingefügt, die den Prüfplan geprüft hat.
KernteamHier werden die Verteilereinträge aus den Prüfplan-Stammdaten übernommen.
Freigabe durchHier werden die Freigabeinformationen aus dem Prüfplan Stamm eingefügt.
Teile Nr. / IndexEintrag der Teile, bzw. Artikelnummer und Indexstand.
TeilebeschreibungLängere Bezeichnung bzw. Artikelbeschreibung.
Freigegeben amDatum der Freigabe durch den eingetragenen Verantwortlichen (siehe oben).

Inhalte

Bei den Inhalte werden die Prozessinformationen und deren Prüfanforderungen dokumentiert. Alle Merkmale und Methoden werden gemäß dem zugehörigen Prozessschritt in der Tabelle aufgeführt.

Teilprozesse und Arbeitsgänge

Pos Nr.Die Prozessnummer bzw. Kurzkennzeichnung für den Prozessschritt oder Arbeitsgang. Dieser Eintrag entspricht der Positionsnummern-Kennzeichnung innerhalb des Prüfplans.
Prozessschritt / ArbeitsgangBeschreibung zum Teilprozess oder Arbeitsgang. Dieser Eintrag entspricht der Positionsbeschreibung innerhalb des Prüfplans.
Vorrichtung / Maschine / ToolAbgrenzung der Vorrichtung oder Maschinenzuordnung bei den Merkmalen. Dieser Eintrag entspricht der Positionsbeschreibung hinter dem /-Zeichen innerhalb des Prüfplans.

Prozess- und Produktmerkmale

Unterschieden werden im Control Plan Prozess- und Produktmerkmale.

Beispiele –  Prozessmerkmale:

  • Temperatur
  • Zeit
  • Nachdruck
  • Viskosität

Beispiele –  Produktmerkmale:

  • Grat
  • Schlieren/Fließlinien
  • nicht voll ausgespritzt
Inhaltsinformationen zu Arbeitsgängen, Merkmalen und Methoden
Nr.Aufzählungskennzeichnung der Merkmale je Teilschritt oder Prüf- bzw. Arbeitsgang. Dieser Eintrag entspricht der Positionsnummer der Prüfanweisung.
ProduktmerkmaleHier werden die Bezeichnungen der Produktmerkmale aufgeführt (siehe oben). Je nach Prüfanweisung werden attributive und messbare Merkmale unterschieden.
ProzessmerkmaleHier werden die Bezeichnungen der Prozessmerkmale aufgeführt (siehe oben). Je nach Prüfanweisung werden attributive und messbare Merkmale unterschieden. Prozessmerkmale werden in den Stammdaten der Merkmale vermerkt. Bei messbaren Merkmalen wird dazu im Feld für den Merkmalkurztext der Begriff „Prozess“ hinterlegt. Bei den attributiven, bzw. Fehlermerkmalen muss der Begriff „Prozess“ Bestandteil des Fehlernamens sein.
Klassifizierung besonderer MerkmaleHier erfolgt die Kennzeichnung der besonderen Merkmale im Control Plan. Die Kategorisierung wird über die Merkmalstammdaten gewonnen. Es wird gemäß den automotiven Anforderungen unterschieden zwischen kritischen und weniger kritischen Einstufungen. ( cc = critical, sc = significant, kc= key control, pt = pass through,  pc = process)
Spezifikationen / ToleranzenHier werden die Toleranzgrenzen aus den spezifizierten Merkmalen der Prüfanweisungen für das im Control Plan dokumentierte Teil aufgeführt.
Bewertung / PrüfsystemHier wird die Bewertungseinrichtung bzw. das Prüfmittel oder Prüfsystem dokumentiert, dass in der dem Merkmal zugehörigen Prüfanweisung hinterlegt ist.
Stichprobengröße / ZyklusHier werden der Probenumfang, sowie die Prüffrequenz aus der Prüfanweisung dokumentiert.
LenkungHier wird hinterlegt, ob es sich um ein attributives oder zu messendes Merkmal handelt. Der Eintrag richtet sich nach dem jeweiligen Katalogverweis aus der Prüfanweisung.
ReaktionsplanDer Reaktionsplan beschreibt die einzusetzenden Sofortmaßnahmen, um die weitere Herstellung von fehlerhaften Produkten zu verhindern. Der Eintrag ist ebenfalls in der zugrundeliegenden Prüfanweisung für das Merkmal hinterlegt.

Erstellen der Dokumentation

Idealerweise erstellen Sie Ihr Control Plan Dokument über die Funktionen für den Export als PDF-Dokument. Sie erhalten ein komplett formatiertes Dokument, dass Sie gegenüber ihrem Kunden als Dokumentation verwenden können. Die Kopfdaten werden auf der ersten Seite ausgegeben. Die Tabelle mit der Dokumentation der Lenkung der Prüfprozesse folgt im Anschluss. Auf jeder Folgeseite werden automatisch die Überschriften der Tabelle erneut ausgegeben, um einen guten Überblick zu erzeugen. Ebenfalls werden die Prozessbeschreibungen aus den linken Spalten, die sich unter Umständen über eine mehrseitige Auflistung von Merkmalpositionen erstrecken können, ebenfalls auf Folgeseiten erneut eingetragen, damit jederzeit der Bezug zum entsprechenden Merkmale in  dem Dokument ersichtlich bleibt.

Export des Dokuments

Beispielausdruck: https://pdap.de/wp-content/uploads/2016/03/brandshots/Produktionslenkungsplan_Beispiel.pdf